Franzenzbad

 

 

 

Franzensbad

 

  

 

 

Franzensbad ist als Kurort berühmt geworden. Gegründet wurde er 1793 unter der Ägide des letzten Kaisers des Alten Reiches, Franz ll., als Kaiser Franzensdorf (1807 in Franzensbad geändert). Kenntnis von der Heilkraft der heutigen Franzensquelle hatte man spätestens Anfang des 15. Jahrhunderts. Damals gehörte sie noch zur sieben Kilometer entfernten Stadt Eger und wurde deshalb Egerwasser oder Egerer Sauerbrunn genannt. Das Heilwasser diente zunächst der Egerer Bevölkerung und später auch dortigen Kurgästen als Heil- und Genussmittel. Es wurde von Frauen aus Eger direkt an der Quelle geschöpft und in die Stadt getragen, wo sie es verkauften. Später wurde es nach Deutschland versandt. Um 1700 soll die Verwendung des Franzensbader Wassers die aller anderen Quellen in ganz Deutschland übertroffen haben.

 

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Um 1705 wurde an der Franzensquelle ein Gasthaus mit Badezimmern erbaut, gewissermaßen die erste Kureinrichtung. Dieses Haus stand bis 1808. In Jahr 1791 ließ der Arzt Dr. Bernhard Adler zum Schutz der Quelle einen hölzernen Pavillon errichten und das Wasser in ein separates Becken leiten. Diese Maßnahme ließ die Wasserfrauen aus Eger um ihre Einnahmen fürchten, bewaffnet mit Pfannen, Kochlöffeln und Schürhaken rissen sie den Pavillon nieder. Der Aufstand der Egerer Frauen ging in die Geschichtsbücher ein, denn Adler wandte sich an den Kaiser und forderte Gegenmaßnahmen. Das war die Geburtsstunde des Kurbades. 1794 wurde nicht nur ein neuer Pavillon gebaut, auch ein Kurhaus und weitere Gebäude wurden errichtet.

 

1827 baute der spätere Bürgermeister Christoph Loimann das erste öffentliche Badegebäude mit 30 Badezimmern. Später wurden noch zwei weitere Bäder hinzugefügt. 1852 wurde Franzensbad von Eger unabhängig und erhielt 1865 die Stadtrechte. Zu dieser Zeit besaß es bereits Weltruf als Kurbad. Die meisten Quellen wurden erst im 19. Jahrhundert entdeckt und erschlossen. Von den 24 bekannten Quellen werden heute noch zwölf genutzt. Franzensbad gehörte auch zu den ersten Moorbädern in Europa.

 

 

Franzensbad ist eines der drei weltberühmten Kurbäder Westböhmens, welches im Jahre 1793 von Kaiser Franz l. gegründet wurde. Die kleine, familiäre Kurstadt, die sich heute liebevoll restauriert im Glanz der Gründerzeit präsentiert, stellt eine wahrlich architektonische Meisterleistung von internationalem Format dar.

Die vielzähligen vorhandenen heilenden Quellen und die zentrale geographische Lage innerhalb Europas machten Franzensbad schon zur Kaiserzeit zum Tummelplatz der damaligen Prominenz. Schon in derser Zeit erkannte man die Bedeutung Westböhmens und setzte der gesamten Region ein Denkaml mit dem Gesellschaftshaus, in dem sich heute die Internationale Spielbank INGO Casino AG niedergelassen hat. Schon Wolfgang von Goethe, Kaiser Franz der l. , Maria-Luisa die Ehefrau Napoleons, Feldmarshall Blücher, Graf Nostic und Graf Sternberg schätzten während zahlloser gesellschaftlicher Veranstaltungen das Ambiente dieses Kulturgutes. Das Gesellschaftshaus ist das architektonisch dominanteste Gebäude der Stadt und der gesamten Region.

 

 

Wie für andere Kurorte waren der Erste und der Zweite Weltkrieg Zäsuren für den Kurbetrieb. 1918 wurde die Tschechoslowakei gegründet. Mit dem Zweiten Weltkrieg endete der Zustrom ausländischer Kurgäste. Aufgrund der Benes-Dekrete wurden die deutschen Einwohner 1945 enteignet und vertrieben. 1946 wurden die Kureinrichtungen verstaatlicht. 1989 begann die erneute Privatisierung, und es wurde die Bad Franzensbad AG gegründet. Der Kurort setzt heute wieder sehr stark auf internationale Touristen.

 
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